Selbsthilfezentrum München (Hg.) Renate Mitleger-Lehner: Recht für Selbsthilfegruppen


Selbsthilfezentrum München (Hg.) Renate Mitleger-Lehner: Recht für Selbsthilfegruppen

Artikel-Nr.: M 227
16,00
Preise inkl. MwSt., Versand

Rechtliche Rahmenbedingungen für Initiativen und Selbsthilfegruppen ISBN 978-3-940 865- 02-1 | 2010 | 112 S. | 16 €

Blick ins Buch

Das Spektrum von Selbsthilfegruppen umfasst in Deutschland Eltern-Kind-Initiativen, Arbeitslosen-Treffs, Beratungsgruppen bei chronischen Erkrankungen und vieles mehr. Nach anfänglicher Skepsis von Staat und traditionellen Verbänden, sind sie mittlerweile Bestandteil des sozialstaatlichen Systems. Damit einher geht auch ein gesteigertes Bedürfnis, Selbsthilfegruppen und Initiativen als rechtliches Konstrukt zu erfassen. Die Publikation gibt dem Geflecht „Selbsthilfegruppe“ einen rechtlichen Rahmen. Es wird u.a. auf die Abgrenzung und Unterschiede zum „eingetragenen Verein“ oder „nicht rechtsfähigen Verein“ Bezug genommen. In der Praxis müssen sich die Gruppen mit konkreten Fragestellungen auseinandersetzen: Wer tritt nach außen für die Selbsthilfegruppe auf? Wer verhandelt mit der Stadt und unterschreibt den Förderantrag? Wer eröffnet ein Bankkonto, und auf welchen Namen? Wer haftet bei Fehlern und Versäumnissen? Sind Tipps und Ratschläge anlässlich einer Beratung rechtsverbindlich? Und nicht zuletzt: Was passiert, wenn ein Aktiver einen Unfall erleidet oder der Besucher einer Info-Veranstaltung verunglückt? Mit Hinweisen auch zum Presse-, Versicherungs-, und Steuerrecht werden aktuelle Bezüge hergestellt, um die rechtliche Situation der Selbsthilfegruppen praxisgerecht darzustellen.

"Die übersichtliche, gut verständliche Erstinformation sollte für bayrische Bbliotheken zum Grundbestand gehören und überall neben der Einführung von Jürgen Matzat stehen."
Elke Günter, ID/IN 2010/19)

Inhalt

Einleitung Von der Protestbewegung zum „Bürgerschaftlichen Engagement“ – Selbsthilfegruppen im rechtlichen Kontext – Themen im Einzelnen 1 Die Selbsthilfegruppe: „einfach nur eine Gruppe?“ 1.1 Verein, BGB-Gesellschaft oder was? 1.2 Der nicht eingetragene Verein 1.3 Gesellschaft des bürgerlichen Rechts 1.4 Nicht eingetragener Verein oder BGB-Gesellschaft, wozu ist das wichtig? 1.5 Oder doch: „... einfach nur eine Gruppe?“ 2 Innenleben und Außenwirkung Selbsthilfegruppe als Gesellschaft des bürgerlichen Rechts 2.1 „Ein paar Regeln wären nützlich!“ – Die „Verfassung“ fürs Innenleben 2.2 „Einer für alle, alle für einen“ – Stellung im Rechtsverkehr 2.3 „Du machst das schon!“ – Rechte und Pflichten der Funktionsträger 2.3.1 „... und wer unterschreibt jetzt?“ – wenn Verträge abgeschlossen werden 2.3.2 „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“ – Fehler und Versehen 2.3.3 „Das war zu viel des Guten!“ – Kompetenzüberschreitungen 2.3.4 „So war das nicht ausgemacht!“ – Eigenmächtigkeiten 3 Schweigen, Beraten, Handeln Die praktische Arbeit der Selbsthilfegruppen 3.1 In der Gruppe: „... Schweigen ist Gold“ 3.2 Bei der Beratung: „Der Ton macht die Musik“ 3.2.1 Warnung vor Ärzten, Kliniken und Medikamenten 3.2.2 Konkrete Empfehlungen 3.2.3 Beratungsfehler – „... da stimmt was nicht!“ 3.3 Ausnahmesituationen: Verpflichtung zum Handeln? 4 Selbsthilfe goes public - Flyer, Homepage und Co. 4.1 Nie ohne Impressum! 4.1.1 Druckmedien 4.1.2 Internet 4.1.3 Und wenn´s schief gelaufen ist? 4.2 Vorsicht bei Fotos und fremden Texten! 4.2.1 Abbildungen 4.2.2 Verwendung von fremdem Material 4.3 Homepage, Links, Disclaimer 5 Jetzt wäre eine Versicherung gut! Sachschäden, Personenschäden, Unfälle 5.1 Versicherungen für Selbsthilfegruppen – Wer und was ist versichert? 5.1.1 Haftpflichtversicherungen 5.1.2 Unfallversicherungen 5.2 Wo können Selbsthilfegruppen und ihre Mitglieder Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen oder sich selbst versichern? 5.2.1 Private Unfall- und Haftpflichtversicherung 5.2.2 Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) 5.2.3 Bayerische Ehrenamtsversicherung – Haftpflichtversicherung in der Bayerischen Ehrenamtsversicherung – Unfallversicherung in der Bayerischen Ehrenamtsversicherung 5.2.4 Gruppenversicherungen der privaten Versicherungswirtschaft 5.3 Tabelle: Versicherungsschutz für Selbsthilfegruppen 6 ... das liebe Geld! Konto, Steuern, Spenden, Sponsoring, Förderung 6.1 Das Konto 6.2 Die Steuern 6.2.1 Einkommensteuer/Körperschaftssteuer 6.2.2 Umsatzsteuer 6.3 Spenden/Sponsoring 6.3.1 Spenden 6.3.2 Sponsoring 6.4 Das „Wo“ und „Wie“ der Förderung 6.4.1 Förderung durch die Kommune / den Landkreis 6.4.2 Förderung durch gesetzliche Krankenkassen 6.4.3 Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen 6.4.4 Förderung durch Rehabilitationsträger 6.4.5 Förderung durch den Bezirk Bayern 6.4.6 Allgemeine Hinweise Schlussbemerkung Resümee und Ausblick Adressen


Zu der Autorin

Renate Mitleger-Lehner
geboren in München. Während des Jura-Studiums an der Ludwigs-Maximilians-Universität journalistische Arbeiten für eine Münchner Zeitung sowie den Bayerischen Rundfunk. Seit 1988 selbständige Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Familienrecht. Ehrenamtliche Beratungstätigkeit für Frauen in Trennungs- und Scheidungssituationen in einer Stadtteil-Selbsthilfegruppe. Ab 1991 Honorarkraft für Familien- Arbeits- und Mietrecht im Evangelischen Beratungszentrum München. 1995 Co-Autorin der Broschüre „Recht und Haftung für Selbsthilfegruppen“ des Selbsthilfezentrums München. Seit 1997 Fachanwältin für Familienrecht in München.


retour zum shop

 

Auch diese Kategorien durchsuchen: Categories, Ratgeber