Kai Ambos: Drogenkrieg in den Anden


Kai Ambos: Drogenkrieg in den Anden

Artikel-Nr.: M 116
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Abstract
In der Drogendebatte ist die Sicht der Herstellerländer nicht vertreten. Der Schwerpunkt der Drogenpolitik in den Anbauländern liegt auf Repression; Prävention und alternative Entwicklung wird kleingeschrieben. Das Ergebnis ist eine Militarisierung der dortigen Gesellschaften, wobei die Strukturen des Drogenhandels unberührt bleiben.

Vorwort
Die vorliegende Arbeit basiert auf einer mehrjährigen Untersuchung Zur Drogenkontrolle in Kolumbien, Peru und Bolivien, die im wesentlichen vor Ort recherchiert wurde. Sie wurde 1992 als Dissertation bei der Universität München angenommen und Anfang 1993 als solche in einer weit umfangreicheren Version veröffentlicht (Ambos, 1993a).
Die vorliegende Fassung wurde vollkommen überarbeitet, aktualisiert und erheblich gekürzt, um die Problematik einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Kurze Verweise, insbesondere auf die ursprüngliche Version, wurden in den Text integriert. Weiterführende Anmerkungen wurden - um der besseren Lesbarkeit willen - an das Ende des Textes gestellt-, er sollte auch ohne diese Anmerkungen verständlich sein,
Alle Übersetzungen, insbesondere aus dem Spanischen, stammen vom Verfasser. Aus Sicherheitsgründen wurden nur diejenigen Personen zitiert, die ausdrücklich eingewilligt oder in offizieller Funktion ein Interview gegeben haben. Andere Informationen stammen aus vertraulichen Gesprächen oder im field gewonnenen Erkenntnissen. (..)

Inhaltsverzeichnis
I. Drogen, Koka und Kokain / 1. Drogen, Drogenproblem, -politik und -gesetzgebung / 1. 1. Drogen / 1. 2. Drogenproblem, Drogenpolitik und -gesetzgebung / 2. Koka - Kokain / 2. 1. Koka ist nicht Kokain / 2.2. Verarbeitung und Mengenverhältnisse . / 2.3. Aspekte des Kokainkonsums / 2.4. Der internationale Kokainhandel / 2.4. 1. Vertrieb und Transport / 2.4.2. Europäische Marktentwicklung
II. Entwicklung und Ausmaß des Drogenproblems / 1. Kolumbien / 1. 1. Historischer und politischer Kontext / 1.2. Drogenanbau, -verarbeitung, -vertrieb und -konsum / 1.2.1. Marihuana / 1.2.2. Koka und Kokain / 1.2.3. Mohn, Opium und Heroin / 1.2.4. Konsum ./ 1.3. Dimensionen des Drogenhandels / 1.3.1. "Kartelle", "Drogenterrorismus" und "Drogenkrieg / 1.3.2. Die sozioökonomische Bedeutung / 1.3.3. Der Einfluß auf Staat und Gesellschaft / 2. Peru / 2, 1. Historischer und politischer Kontext / 2.2. Drogenanbau, -verarbeitung und -konsum / 2.2. 1. Drogen-, insbesondere Kokaanbau und -verarbeitung. / 2.2.2. Konsum / 2.3. Dimensionen des Drogenhandels / 2.3. 1. Die sozioökonomische Bedeutung / 2.3.2. Einfluß auf Staat und Gesellschaft / 3. Bolivien / 3. 1. Historischer und politischer Kontext / 3.2. Drogenanbau, -verarbeitung und -konsum / 3.2. 1. Kokaanbau und -verarbeitung / 3.2.2 Konsum / 3.3. Dimensionen des Drogenhandels / 3.3. 1. Die sozioökonomische Bedeutung / 3.3.2. Der Einfluß auf Staat und Gesellschaft / 4. Zusammenfassung und Teilergebnis
Ill. Drogenpolitik / 1. Der internationale Rahmen / 1. 1. Die völkerrechtlichen Abkommen / 1. 1. 1. Rechtliche Stellung von traditionellem Kokaanbau und -konsum / 1. 1. 2 Beschlagnahme und Auslieferung als prozessuale Hauptinstrumente der Rechtsdurchsetzung / 1.2. Politische Grundsatzerklärungen ('Soft Law") / 2. Die Rolle der USA / 3. Die nationalen Drogenpolitiken / 3. 1. Prävention / 3.2. Substitution und alternative Entwicklung / 3.3. Kontrolle und Repression / 3.3. 1. Behandlung von traditionellem Kokaanbau und -konsum / 3.3.2. Materiellrechtliche Expansion und Überkriminalisierung / 3.3.3. Erweiterte Zuständigkeiten der Sicherheitskräfte und Zwangsmaßnahmen / 3.3.4. Auslieferung / 3.3.5. Verschärfung des Strafverfahrens / 3.3.6. Strafvollzug / 4. "Drogenkrieg", Menschenrechte und Aufstandsbekämpfung / 4. 1. Kolumbien / 4.2. Peru und Bolivien / 4.3. Bewertung
IV. Wirksamkeit der Drogenpolitik / 1. Prävention / 2. Substitution und alternative Entwicklung / 3. Kontrolle und Repression / 3. 1. Quantitative Analyse / 3.2. Qualitative Analyse / 3.2. 1. Entwicklung der Drogenkriminalität u. politischen Gewalt / 3.2.2. Die 'Substanz' der polizeilichen Festnahmen / 3.2.3. Die Betroffenen / 3.3. Sondergerichtsbarkeit in Kolumbien und Bolivien / 3.4. Selbststellung und Strafnachlaß in Kolumbien und Bolivien / 3.5. Der Fall Escobar(s) / 4. Ergebnis / 5. Erklärungsansätze / 5.1. Maximalstrafrecht und sozioökonornische Realität / 5.2. Fehlende staatliche Autorität und außerrechtliche Einflüsse / 5.3. Organisatorische und operative Probleme / 5.4. Die ambivalente Politik der Konsumentenländer, insbesondere der USA
V. Alternativen / 1. Die Struktur einer neuen Politik / 2. Die Elemente einer neuen Politik / 2.1. Offizielle Ansätze, insbesondere alternative Entwicklung / 2.2. Entkriminalisierung / 2.2. 1. Produktion: Förderung der traditionellen Koka / 2.2.2. Besitz, Konsum und Kleinhandel: Entkriminalisierung und Legalisierung / 2.2.3. 'Minimalstrafrecht' zur Kontrolle der legalen Drogenausgabe / 2.3. Bekämpfung der organisierten Kriminalität ('Kartelle') / 2.3.1. 'Minimalstrafrecht / 2.3.2. Strukturelle Stärkung der Ermittlungsbehörden / 2.3.3. Strukturelle Stärkung der Justiz / 2.3.4. Stärkung der Kooperation / 2.4. Gesamtgesellschaftliche Ansätze
Vl. Schlußfolgerungen / Anmerkungen / Anhang: Erklärung von Copacabana / Abkürzungsverzeichnis / Ausgewählte Bibliographie

Autor
Studium der Politik und Rechtswissenschaften in Freiburg/Br., Oxford und München; Promotion zum Dr. jur. (Universität München) im Dezember 1992; derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg/Br.; zahlreiche Forschungsaufenthalte in Lateinamerika

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