Birgit Daiber Und sie bewegt sich doch ....


Birgit Daiber Und sie bewegt sich doch ....

Artikel-Nr.: M 305
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Birgit Daiber
Und sie bewegt sich doch ....
Progressive soziale Bewegungen und ihr Einfluss auf die internationale institutionelle Politik. Ein Lesebuch
ISBN 978-3-945959-05-3  –  2016  –  252 Seiten –  19 €

Blick ins Buch

Die neuen progressiven sozialen Bewegungen sind seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts immer wieder Impulsgeber für politische Veränderungen gewesen. Sie unterscheiden sich von politischen Parteien durch ihre zeitliche und/oder thematische Begrenztheit, ihren Anspruch auf Basis-Demokratie  und sie sind transnational bzw. international verortet. Ihr Erfolg ist aber zugleich auch ihr Scheitern: weder können sie Erfahrungen generieren noch längerfristige Konzepte gesamtgesellschaftlicher Emanzipation verfolgen.
Im ersten Teil des Buches wird in Erzählungen über die 68-er Bewegungen, die Frauen-, Umwelt-, Friedensbewegungen und die Antiglobalisierungsbewegungen versucht, ihre Spezifik darzustellen  und es werden die gegenseitige Beeinflussung zwischen den Bewegungen und der institutionellen Politik der Europäischen Union und der UNO aufgezeigt.  
Der zweite Teil des Buches widmet sich der europäischen Dimension der großen „alten“ Schwester der neuen sozialen Bewegungen: dem Europäischen Gewerkschaftsbund. Den europäischen Gewerkschaften gelang es immerhin, trotz aller nationalen Unterschiede, seit 1973 eine gemeinsame europäische Organisation zu schaffen, die den Kampf um die soziale Dimension Europas aufgenommen hat.

Auszug einer Rezension von Gertrud Salm
"Sie skizziert die gesellschaftliche Atmosphäre der Nachkriegzeit, datiert die politischen Schweinereien und Vorfälle, auf die die Protestbewegungen weltweit mit ihrem Entstehen antworten. Jedes Land hat seine eigenen Affären. In Berkeley/Kalifornien setzen sich die Studenten 1964 um ein Polizeiauto, in dem ihr verhafteter Kommilitone sitzt, der gewagt hat, sich gegen das Verbot auf dem Campus politisch zu äußern. Erst ein paar Dutzend, dann Hunderte, dann Tausende – 32 Stunden lang. Der Student kommt ohne Anklage frei. In Deutschland beginnt es 1962 in München an einem warmen Sommerabend, als die Polizei auf Geheiß der Nachbarn einen Straßenmusiker wegen Ruhestörung festnimmt und damit eine fünftägige Straßenschlacht auslöst. Die Auseinandersetzungen mit Obrigkeit und Bürgern haben Witz und sind gleichzeitig bitter. Bei einer Demo in Bonn sprayt jemand auf das brettervernagelten Geschäft: „Jetzt bin ich extra aus Moskau gekommen, um hier einzukaufen.“ Die Proteste weiten sich aus und sie enden auch wieder: in Zersplitterung, durch Tod, durch Terrorismus und in der Alternativbewegung."

 

Inhalt

Polog und Versuch einer Zusammenfassung
1. Gegeninstitutionelle Bewegungen und 1968
Kunst- und Kultur-Guerillas
Der lange Weg von 1968
2. Neue Frauenbewegung

„Frauen erhebt Euchund die welt erlebt Euch!“
3. Umweltbewegungen
Zur Geschichte der Umweltbewegungen ab 1970

4. Friedensbewegungen
5. Anti-Globlisiserung
Another World is possibel – Our world ist not for Sale!
6. Der Europäische Gewerkschaftsbund
Epilog
Neue soziale Bewegungen und Pateien
Literatur
Kleine Chronologie sozialer Bewegungen 1060 bis 2000
Waldemar Schindowski

Autorin

Birgit Daiber (Jg. 1944) hat an einigen der progressiven sozialen Bewegungen teilgenommen, angefangen mit der 68-er Bewegung. Immer wieder hat sie sich auch auf dem traditionellen politischen Parkett bewegt: als Abgeordnete im Europa-Parlament, als Mitglied der Grundsatzkommission der ehem. PDS oder auch als Figur des politischen Stiftungswesens in Brüssel. Sie hat vor allem in ihrer Berliner Zeit (1982-2007) einige der herausragenden Berliner Frauen- und Bildungsprojekte mit aufgebaut und arbeitete als Expertin für soziale Stadtentwicklung in Europa.

 

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